Behördenverlagerung – ein Erfolg für Ruhstorf

Bundes- und Landespolitiker im Gespräch mit der LfL Ruhstorf

Ruhstorf a.d. Rott, 21.09.2026, 11:32 Uhr | Abgeordnetenbüro Lindinger

Der Standortleiter der Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) am Standort Ruhstorf Markus Gandorfer informierte bei einem Besuch des Präsidenten der LfL, Stephan Sedlmayer, die Landtagsabgeordneten Christian Lindinger und Stefan Meyer, MdB Hans Koller und Ruhstorfs 1. Bürgermeister Matthias Seil über die dynamische Entwicklung des LfL Standorts Ruhstorf.

Am LfL Standort Kleeberg informierten LfL-Standortleiter Markus Gandorfer (1.v.l.) und LfL-Präsident Stephan Sedlmayer (1.v.r.) die Landtagsabgeordneten Christian Lindinger (2.v.l.) und Stefan Meyer (3.v.r.), den Bundestagsabgeordneten Hans Koller (3.v.l.Am LfL Standort Kleeberg informierten LfL-Standortleiter Markus Gandorfer (1.v.l.) und LfL-Präsident Stephan Sedlmayer (1.v.r.) die Landtagsabgeordneten Christian Lindinger (2.v.l.) und Stefan Meyer (3.v.r.), den Bundestagsabgeordneten Hans Koller (3.v.l.

Aktuell arbeiten gut 110 Beschäftigte am Standort Ruhstorf, perspektivisch sollen es 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden. Die LfL-Behördenverlagerung nach Ruhstorf gilt als besonders erfolgreich, weil der Standort seit 2017 organisch gewachsen ist. Zunächst war die LfL im Technologiezentrum Energie (TZE) mit einer Kopfstelle untergebracht, ab 2019 kamen dann Büros und Arbeitsräume am Gutshof Kleeberg hinzu. Seit 2021 nutzt die LfL zusätzlich Büros im Siemens Technopark Ruhstorf. 
Ein entscheidender Meilenstein für die Behördenverlagerung ist der 2026 im Bayerischen Landtag beschlossene Neubau für den Bauabschnitt 1 der LfL in Ruhstorf. Dieser umfasst ein Bürogebäude sowie ein Technikum. Für größere Veranstaltungen möchte die LfL künftig auch den Mathäser Veranstaltungsraum in Ruhstorf nutzen. Der Einzug in den Neubau ist für Anfang 2030 geplant. 

Inhaltlich deckt die LfL in Ruhstorf drei zentrale Zukunftsthemen ab:
•    Digitalisierung – Chancen erkennen und gezielt nutzen, im landwirtschaftlichen Betrieb und in der Landwirtschaftsverwaltung. 
•    Agrarökosysteme – klimaangepasste, biodiversitätsfördernde und umweltverträgliche Anbauverfahren entwickeln und erproben. 
•    Diversifizierung – landwirtschaftliche Betriebe bei neuen Einkommensfeldern und Zukunftsstrategien unterstützen. 

Ein besonders aktuelles Vorhaben ist das Reallabor an Rott und Inn, das im Oktober 2025 gestartet ist und über vier Jahre läuft. Mit dem Ziel, die Ertragssicherheit und Resilienz im Ackerbau zu steigern, wird ein gemeinsamer Entwicklungsprozess mit Praxis, Wissenschaft und weiteren Akteuren angestoßen. Weitere Informationen zum Projekt: https://www.lfl.bayern.de/ruhstorf/391464/index.php

Der Aufbau der LfL-Zweigstelle in Ruhstorf ist Teil der bayerischen Heimatstrategie. Die LfL ist Wissens- und Dienstleistungszentrum für die Landwirtschaft.
Christian Lindinger betonte die Bedeutung der LfL für die Region:
„Nach der Schließung des Siemens Standorts und dem Verlust von rund 1.200 Arbeitsplätzen war die Behördenverlagerung der LfL ein echter Lichtblick für Ruhstorf. Heute sehen wir, wie Forschung, Innovation und neue Arbeitsplätze unsere Gemeinde nachhaltig stärken.“ Auch Stefan Meyer hob die Rolle des Standorts hervor: „Im Wissenschaftsausschuss setze ich mich gerne dafür ein, dass Forschung nicht nur in den großen Städten stattfindet. Ruhstorf zeigt, wie hervorragend wissenschaftliche Arbeit im ländlichen Raum umgesetzt werden kann – praxisnah, zukunftsorientiert und mit direktem Nutzen für unsere Landwirtschaft.“ LfL Präsident Stephan Sedlmayer betonte, mit dem geplanten Neubau, den wachsenden Forschungsaktivitäten und der engen Zusammenarbeit mit regionalen Partnern entwickele sich Ruhstorf weiter zu einem Schlüsselstandort für die Landwirtschaft der Zukunft – und zu einem starken Impulsgeber für die gesamte Region.