Gesundheitsökonomen vernetzen – Regionale Branche stärken

Austausch von Johannesbad, Medica Gruppe, Holmernhof und MdL Stefan Meyer

13.03.2026 | Thomas Hansbauer | Ruhstorf an der Rott
Foto (Abgeordnetenbüro Passau): Weißenberger Werner, Geschäftsführer Johannesbad; Hans Köck, Eigentümer Holmernhof; Dr. med. Madjid Hussaini, Gründer Medica Gruppe und Vorstandsvorsitzender.
Foto (Abgeordnetenbüro Passau): Weißenberger Werner, Geschäftsführer Johannesbad; Hans Köck, Eigentümer Holmernhof; Dr. med. Madjid Hussaini, Gründer Medica Gruppe und Vorstandsvorsitzender.

Die Zukunft der regionalen Gesundheitswirtschaft stand im Mittelpunkt eines Austauschs zwischen führenden Akteuren der Branche und dem Landtagsabgeordneten Stefan Meyer. Vertreter der Johannesbad Gruppe, der Medica Gruppe sowie des Rottaler Camping- und Erholungsunternehmens Holmernhof kamen zusammen, um gemeinsame Herausforderungen und Perspektiven für den Gesundheitsstandort zu diskutieren. 

„Als Mitglied im Gesundheitsausschuss des Bayerischen Landtages ist mir die Gesundheitsökonomie und deren Mehrwert für die Gesellschaft bei uns in der Region ein Herzensanliegen“, betont der Abgeordnete als Initiator des Netzwerktreffens in den Räumlichkeiten der Johannesbad Gruppe in Ruhstorf. Die Johannesbad Gruppe ist eines der prägenden Schwergewichte der Region: Mit ihren Reha-Kliniken, Gesundheits- und Therapiezentren sowie der Johannesbad Therme ist sie nicht nur ein zentraler Pfeiler der medizinischen Versorgung, sondern auch ein bedeutender Wirtschaftsfaktor und Arbeitgeber im Bäderdreieck und darüber hinaus. Geschäftsführer Werner Weißenberger machte deutlich, dass die langfristige Sicherung von Qualität, Fachkräften und verlässlichen Rahmenbedingungen entscheidend für die Zukunft der Rehabilitation und Prävention sei. Ergänzt wurde die Runde durch Hans Köck, unter anderem Eigentümer des Holmernhofs Bad Füssing, der für die enge Verzahnung von Hotellerie, Gesundheit und Prävention steht. „Gerade im Bäderdreieck zeige sich, wie wichtig ganzheitliche Angebote seien, die medizinische Versorgung, Erholung und nachhaltigen Gesundheitstourismus miteinander verbinden – hier wollen wir weiter Akzente setzen“, so der Unternehmer.
Mit Blick auf den zunehmenden Fachkräftemangel und neue Anforderungen an Ausbildung und Qualifikation brachte Dr. med. Madjid Hussaini, Gründer und Vorstandsvorsitzender der Medica Gruppe aus Leipzig, seine Perspektive ein. Die Medica Gruppe engagiert sich insbesondere in der Aus- und Weiterbildung sowie der Gewinnung und Integration von Fachkräften im Gesundheitswesen. Dr. Madjid betonte die Bedeutung internationaler Fachkräfte und strukturierter Qualifizierungsmodelle für eine zukunftsfähige Gesundheitsversorgung: „Besonders auch mit unseren Verbindungen etwa zur Physiotherapieausbildung in Tunesien könnten wir für die exzellenten und zahlreichen Gesundheitseinrichtungen der Region einen echten Mehrwert bieten. Ich danke herzlich für die Einladung - da lohnt sich eine Anreise ins schöne Niederbayern immer.“ MdL Stefan Meyer unterstrich indes beim Austausch die Rolle der Politik als verlässlicher Partner: „Das niederbayerische Bäderdreieck ist ein Leuchtturm der Gesundheitswirtschaft – medizinisch wie ökonomisch. Einrichtungen wie das Johannesbad, der Holmernhof und die Medica Gruppe zeigen, wie Versorgung, Wirtschaftskraft und Arbeitsplätze zusammenwirken. Unsere Aufgabe ist es, diese Strukturen zu stärken, Bürokratie abzubauen und verlässliche Rahmenbedingungen für Investitionen und Fachkräfte zu schaffen.“
Ein gemeinsames Anliegen aller Beteiligten war es, die Vernetzung innerhalb der Gesundheitsbranche weiter auszubauen, Synergien zu nutzen und den Standort Niederbayern langfristig als attraktiven Gesundheits-, Arbeits- und Lebensraum zu sichern. Der Austausch soll fortgesetzt werden, um konkrete Impulse für die Weiterentwicklung der regionalen Gesundheitswirtschaft zu setzen.